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27.06.2015 00:00

ZurückVerleihung TOP 100 Awards

Bericht aus einem Buch das anlässlich der Verleihung herausgebracht wurde.

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„Unsere Stärke: Wir schaffen aus Erfahrung Zukunft.“

Niemals stehen bleiben, weder privat noch als Firmenchefin – das hat sich Elisabeth Steiner von SFP zum Ziel gesetzt.

Worum geht es beim Thema Prüfmittelüberwachung eigentlich?

Produzierende Unternehmen, Insbesondere Metallbetriebe, verwenden tagtäglich Messmittel wie Messschieber, Bügelmessschrauben oder Gewindelehren – mein größter Kunde hat fast 6.000 davon im Einsatz. Und all diese Messmittel muss man regelmäßig kalibrieren.

Weshalb kommen Ihre Kunden auf Sie zu?

Viele kontaktieren uns, weil sie sich zertifizieren lassen wollen – und im Rahmen der Zertifizierung ist die Prüfmittelüberwachung vorgeschrieben. Manche kommen auch, weil einer ihrer Kunden Ihnen vorschlägt, eine gut dokumentierte Messmittelüberwachung einzuführen.

Überwacht man Messmittel nur, weil es vorgeschrieben ist, oder entdecken Sie auch tatsächlich signifikante Abweichungen?

Wenn ein Kunde zum ersten Mal zu uns kommt und bei Ihm noch nie kalibriert wurde, kann man davon ausgehen, dass 8 bis 10 % der Messmittel nicht in Ordnung sind. Wenn Kunden regelmäßig kommen, dann reduziert sich diese Quote auf 1 bis 2 %.

Wie haben Sie sich für dieses Themenfeld qualifiziert?

Für Kalibrierung gibt es keinen eigenständigen Ausbildungsberuf. Aber ich habe mich mein ganzes Leben lang qualifiziert und weitergebildet. Zuerst habe ich Industriekauffrau und Industriefachwirtin gelernt, anschließend noch eine Ausbildung zur Zerspannungsmechanikerin in der Fachrichtung Automatendrehtechnik absolviert. Darauf habe ich eine Weiterbildung zur Prüfmittelbeauftragen aufgebaut. Und 2014 habe ich mit Ende 50 noch ein Bachelor-Studium abgeschlossen.

Über welche technischen Voraussetzungen verfügt Ihr Unternehmen?

In unserem großen Labor haben wir zwei Längenkomparatoren, zwei vollautomatische Messuhrprüfgeräte und zwei Parallelendmaß Prüfgeräte. Außerdem verfügen wir über eine Drehmoment-Prüfmaschine und ein Maßstabsprüfgerät. Das gesamte Labor ist klimatisiert, denn  die Temperatur darf dort maximal um ein Grad schwanken.

Welche Innovationen gab es in den vergangenen Jahren bei Ihnen, und welche nächsten Innovationsschritte stehen an?

Wir erweitern unser Angebotsspektrum fortlaufend. Seit drei Jahren befassen wir uns etwas mit der Drehmomentprüfung, das haben wir vorher nicht gemacht. Und vor einem Jahr ist das Feld „Stahl- und Bandmaßstäbe“ dazugekommen. Als nächstes wollen wir uns dafür akkreditieren lassen, Prüfungen auch bei Kunden durchzuführen, vor allem an schwereren Geräten wie Koordinatenmessmaschinen und Messmikroskopen.

 

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Schneller, flexibler und unkomplizierter

Das Motto „Präzision ist unser Leben“ veranschaulicht das Selbstverständnis der SFP PRÜFMITTELÜBERWACHUNG. Die betreibt im schwäbischen Wehingen ein modernes, 350 Quadratmeter großes Prüf- und Kalibrierlabor. Zur Präzision kommt in diesem Familienunternehmen die Innovation hinzu. Es geht dabei vor allem um die bedienerfreundliche Gestaltung von Kundenschnittstellen, etwa des Onlinezugriffs auf die Kalibrierprogramme oder des Zugangs zum kundeneigenen SAP-System.

Die Basis für diese kundenfreundlichen Angebote bildet modernste Netzwerktechnik, die das Unternehmen in den vergangenen Jahren aufgebaut hat. Die ermöglicht es den Kunden, direkt auf die Prüfmittelverwaltungsprogramme zuzugreifen – und die Daten ihrer Audits dort selbst abzurufen. Eine Innovation mit ungeahnter Folgen: „Wie innovativ ein Vorschlag oder ein Projekt wirklich ist, bemerken wir oft erst dann, wenn die Benutzer hocherfreut reagieren oder wir viele Neukunden gewinnen“, sagt die Geschäftsführerin Elisabeth Steiner. Gemeinsam mit IT-Experten und Wirtschaftsingenieuren arbeitet sie beständig daran, die Strukturen noch weiter zu verbessern.

Kurze Rücklaufzeiten „Wir versuchen stets herauszufinden, womit unseren Kunden am besten gedient ist“, versichert Steiner. Ihr Unternehmen hat sich auf Längenmessmittel spezialisiert und kalibriert und überwacht oft Messelemente, die in der Produktion dringend benötigt werden. Deshalb garantieren diese Schaben kurze Bearbeitungszeiten. Um Ausfälle auszuschließen, sind alle großen Messmaschinen in zweifacher Ausfertigung in ihren Hallen vorhanden „“

Ein Angebot, das hervorragend ankommt, denn für die Kunden ist es essenziel, ihre Messmittel schnell wieder in der Produktion einsetzen zu können.

Anregungen der Kunden

Viele Innovationsanregungen kommen von den Kunden. Bevor sie verwirklicht werden, prüft Steiner jedoch, ob sie finanziell sinnvoll sind und wie groß der Nutzen für die Kunden und das eigenen Unternehmen voraussichtlich wäre. Anschließend lotet sie aus, ob ihre Firma das Projekt allein stemmen kann oder ob die Unterstützung externer Partner sinnvoll wäre.  Wenn in diesem Prozess klar geworden ist, dass die Prämissen stimmen, gibt sie grünes Licht für die Neuerungen. Auf diesem Weg ist es auch zur Einbindung der Kunden in die interne IT und zur Verbindung mit deren SAP-Programmen gekommen. Seither sind alle Abläufe schneller, flexibler und unkomplizierter.